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Psychoanalytische Psychotherapie

Psychoanalytische Psychotherapie geht davon aus, dass unser Handeln durch unbewusste Motive bestimmt wird. Wir sind ängstlich, unsicher, depressiv….ohne zu verstehen woher diese Gefühle kommen. Oder Jemand möchte sich an einen Partner binden, aber es geht einfach nicht. Es kommt vor das wir Wünsche, Gedanken oder Gefühle haben die wir nicht akzeptieren können.

Während einer psychoanalytischen Therapie entwickelt sich ihre eigene Geschichte, oder stoßen sie auf Lücke oder Gegensätze in ihrer Geschichte. Therapeut und Patient untersuchen gemeinsam wie unbewusste Muster Gedanken, Gefühle und Beziehungen beeinflussen und bestimmen. Sie versuchen zu verstehen wie diese Muster sich entwickelt haben. Verborgene Bedeutungen und tieferliegende Muster, die Gedanken, Gefühle und Verhalten bestimmen, bekommen die Gelegenheit sich zu äußern. Psychisches Leiden wird als ein mehr oder weniger konfliktierendes Zusammenspiel von inneren Kräften verstanden. In den Gesprächen werden sich Elemente äußern, die im psychischen Leiden eine Schlüsselrolle spielen.

Im psychischen Leiden wiederholen sich gewisse Muster, die im Zusammenhang mit der (auch frühkindlichen) Lebensgeschichte verstanden werden. Die innerlichen Bilder die Jemand von sich selbst und Anderen hat, steuern sein Verhalten in Beziehung zu Anderen. Diese Bilder können eine wichtige Rolle spielen in verschiedenen Problematiken.
Wir trachten über beängstigende, schmerzhafte, schuldbeladene, beschämende und/oder untragbare Neigungen, Gedanken oder Gefühle zu denken und zu sprechen, anstatt sie auf eine andere Art und Weise weg zu bekommen. Das Ziel ist es zu einer durchlebten Einsicht über wiederkehrende Muster und Empfindlichkeiten zu kommen. Aus dieser durchlebten Einsicht kann man sich selbst besser verstehen und bewusste Entscheidungen treffen.

Wie verläuft eine psychoanalytische Psychotherapie

Während der Sitzungen spricht vor allem der Patient, der Therapeut lädt den Patienten ein alles zu sagen was in ihm aufkommt. Der Patient wendet sich von der Außenwelt ab und richtet seine Aufmerksamkeit nach innen, durch sich dem innerlichen Strom von Gedanken, Gefühlen und Phantasien hinzugeben. Allerlei Gedanken und Gefühle, wofür er sich schämt oder die er im alltäglichen Leben als unwichtig oder unsinnig verwirft, können jetzt mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Wenn unbewusste Muster deutlich werden, führt dies nicht nur zu einer Abnahme der Symptome, aber auch zu einem anderen Verhältnis zu sich selbst: der Patient nimmt seine innere Welt ernster und versteht sie besser. Dies bedeutet dass das Gefühl von Eigenwert und der inneren Freiheit zunehmen kann.

In einer psychoanalytischen Therapie ist der Therapeut aktiver als in einer Psychoanalyse, er stellt mehr zielgerichtete und direkte Fragen und erarbeitet mit dem Patienten im Voraus aufgestellte Hypothesen. Meistens dauert eine solche Therapie weniger lange als eine Psychoanalyse.

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